Bändelung der Lungenschlagader
Die Bändelung der Lungenschlagader (Banding der Pulmonalarterien) stellt generell eine Ausnahme dar, da am Deutschen Kinderherzzentrum Sankt Augustin wenn immer möglich eine primäre Korrektur angestrebt wird. So kommt das Pulmonalarterien- Banding eigentlich nur für komplexe Vitien mit Lungenüberflutung als Vorbereitung für eine Zweikammerkorrektur zum Einsatz: z.B. bei schwer erreichbaren multiplen Kammerscheidewanddefekten im muskulären Bereich der Scheidewand, bei grenzwertig großen Kammern, bei unbalancierten atrioventrikulärem Scheidewanddefekt oder bei L-Transpositionsstellung der großen Arterien zum Training des linken Ventrikels. Auch bei funktionell singulärer Kammer kann der erste Schritt zum Fontan-Kreislauf ein Pulmonalarterien-Banding sein; z. B. Trikuspidalklappenatresie ohne Pulmonalstenose. Neuerdings wird auch bei Kindern mit Hypoplastischem Linksherzsyndrom, die Kontraindikationen für eine Norwood-Operation (s. dort), ein Banding der rechten und linken Lungenschlagader (bilaterales Banding) durchgeführt. Zur Diagnostik ist meist eine Echokardiographie ausreichend, bei besonderen Fragestellungen wird auch ein Herzkatheter durchgeführt. |
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