Lungenvenenfehlmündung total / partiell (TAPVD/PAPVD)
Normalerweise führen die Lungenvenen sauerstoffreiches Blut von den Lungen in den linken Vorhof (linkes Atrium). Bei der totalen Lungenvenenfehlmündung münden jedoch alle Lungenvenen in das rechte Atrium. Das Kind kann dann nur überleben, wenn eine Verbindung zwischen der rechten und linken Herzseite besteht, damit das sauerstoffreiche Blut den Körperkreislauf erreichen kann. Fast immer ist daher ein Vorhofseptumdefekt (Atriumseptumdefekt, ASD) vorhanden. Da das sauerstoffreiche Blut vermischt wird und nur ein Teil in den Körperkreislauf gelangt, erscheint das Kind blau oder zyanotisch. Es gibt drei Hauptformen dieses Herzfehlers mit unterschiedlichen Einmündungen der Lungenvenen in Körpervenen oder das Herz selbst. Diese Einmündung kann oberhalb des Herzens sein, direkt in das Herz, oder aber unterhalb des Herzens in die Körpervenen sein. Es treten auch Mischtypen auf. Es kann auch eine teilweise Fehlmündung einer oder mehrerer Lungenvenen (partielle Lungevenenfehlmündung, PAPVD) bestehen. Dabei münden einige Lungenvenen direkt in den linken Vorhof, andere aber in den rechten Vorhof, oder aber in die Körpervenen. |
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