Vorhofseptumdefekt (ASD)

Septum Sekundum Defekt (ASD II)

Es besteht ein Defekt im zentralen Teil des Vorhofseptums, das zwischen den beiden Vorhöfen liegt und diese voneinander trennt. Dadurch gelangt sauerstoffreiches Blut von der linken zur rechten Herzhälfte, was zu einer Vergrößerung des rechten Ventrikels und zum übermäßigen Lungenblutfluss des Blutes führt. Defekte dieser Art sind häufig. Sie rufen selten Symptome während der Kindheit hervor und werden manchmal nicht vor dem Schulalter entdeckt. Symptome entwickeln sich selten vor dem frühen Erwachsenenalter. Defekte dieser Art sollten während der Kindheit, bevor sie im Herzen oder in der Lunge zu Spätschäden führen, verschlossen werden. Das geschieht meistens operativ. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dies jedoch auch mit einem Herzkathether, bei dem ein Schirm eingebracht wird (Schirmverschluss), erfolgen. Dabei wird der Schirm über einen Herzkathether eingeführt, der in einer Beinvene liegt. Der Schirm ist aus beweglichen Metallmaschen, der mit dünnen Membranen ausgekleidet ist. Ist der ASD einmal durch den Schirm verschlossen, wird er innerhalb mehrerer Wochen mit körpereigenem Gewebe überzogen.

Vorhofseptumdefekt (Primumseptumdefekt, ASD I)

Dieser Defekt wird auch partieller AV-Septumdefekt genannt. Es besteht im unteren Teil des Vorhofseptums, das den linken von dem rechten Vorhof trennt, ein Defekt. Dadurch tritt sauerstoffreiches Blut auf die rechte Herzseite über, was zu einer Vergrößerung des rechten Herzens und zum vermehrten Lungendurchfluss des Blutes führt. Diese Art des ASD´s ist seltener als der zentrale Septum Sekundum Defekt (ASD II).Defekte dieser Art führen häufiger zu Symptomen während der Kindheit. Abnorme AV-Klappen, besonders häufig ist die Mitralklappe, existieren häufig gleichzeitig bei dieser Art des Defektes und begünstigen das frühe Auftreten von Herzinsuffizienzsymptomen wie Luftnot, schlechte Nahrungsaufnahme und Gedeihstillstand. Diese Defekte müssen operativ verschlossen werden. Die Operation beinhaltet das Einnähen eines „Patches“ (Flickens) über den Defekt und die Rekonstruktion der abnormen Klappe (Mitralklappe), wenn sie wegen Insuffizienz (Blutrückfluss durch die geschlossene Klappe) operationspflichtig ist. Dieses Problem kommt häufig bei Kindern mit diesem Herzfehler vor.  

 

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