Qualitätssicherung
Hohe OP -Zahlen müssen nicht unbedingt auch hohe Behandlungsqualität bedeuten. Aus dem jährlich national erhobenen Qualitätssicherungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie geht hervor, dass die Kinderherz- und Thoraxchirurgie in Sankt Augustin schon allein aufgrund der hohen Operationszahlen von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Herzfehlern, Deutschland- weit zu den ersten Zentren gehört (Abb. 1).
Um die Behandlungsqualität genauer zu beleuchten, wurde zusammen mit der European Association for Cardiothoracic Surgery (EACTS) ein Risikoscoring System(Aristoteles Score1) entwickelt, die den Vergleich der operativen Ergebnisse unterschiedlicher Institutionen bei ganz verschieden komplexen Herzfehlern ermöglicht. Stellt man die durchschnittliche Komplexität der durchgeführten Eingriffe der durchschnittlichen Letalität gegenüber, so erhält man eine Aussage über die Qualität der Behandlung (Abb. 2).
Dabei schneidet das Deutsche Kinderherzzentrum (rote Kugeln) im Bezug auf die Behandlungsqualität angeborener Herzfehler im Deutschlandweiten (Abb. 3) - und Europaweiten Vergleich (Abb. 4) sehr gut ab.
In den ausführlichen Jahresqualitätsberichten 2006- 2008 (siehe unten) wurden die ganz unterschiedlich komplexen Herzfehler zu Diagnosegruppen zusammengefasst und in Hinblick auf verschiedene Aspekte der medizinischen Behandlungsqualität, wie zum Beispiel: Behandlungsdauer, mögliche Komplikationen und Sterblichkeit, in unserem Kinderherzzentrum analysiert.
Diese Qualitätssicherung, die weit über gesetzlich vorgeschrieben Maßnahmen hinausgeht, entspricht den Vorgaben für eine optimale Struktur einer kinderherzchirurgischen Abteilung eines europäischen Strukturpapiers und ebenfalls den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie. Durch diesen neuen Maßstab der Qualitätssicherung erhoffen wir uns mehr Transparenz für die Qualität der Behandlung bei angeborenen Herzfehlern. Das kommt direkt gerade den kleinen Patienten mit hoch komplexen Herzfehlern zu Gute.
Abb. 2: Vergleich Letalität gegen Komplexität
Die Größe des grauen Kreises korreliert mit der Anzahl der operierten Patienten. |
Abb. 3: Vergleich der Ergebnisse in Europa |
Abb. 4: Vergleich der Ergebnisse in Deutschland |

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